Alte Disketten gefunden? Einsenden statt wegwerfen.
Beim Aufräumen, Entrümpeln oder bei einer Haushaltsauflösung tauchen sie wieder auf: Kisten und Schachteln voller Disketten, manchmal Jahrzehnte unberührt.
Auf dem Dachboden, im Keller, in einer Schublade oder im Nachlass – Disketten überdauern erstaunlich lange. Viele sind noch funktionsfähig und können ein zweites Leben in Bildung, Industrie oder Archiven bekommen. Daten werden sicher gelöscht, Materialien dem Kreislauf zugeführt.
Wo Disketten auftauchen
Fast jeder Haushalt, der in den 80er oder 90er Jahren einen Computer besaß, hat noch irgendwo Disketten liegen. Sie stecken in Plastikboxen, liegen zwischen alten Kabeln oder sind zusammen mit Handbüchern und Software in Umzugskartons verstaut. Die häufigsten Fundorte:
Dachboden und Keller
Klassischer Lagerort für alles, was nicht mehr gebraucht wird, aber zu schade zum Wegwerfen war. Disketten überdauern dort oft Jahrzehnte – Wärme und Feuchtigkeit können allerdings die Magnetschicht angreifen.
Nachlass und Haushaltsauflösung
Wenn ein Haushalt aufgelöst wird, finden sich häufig Datenträger aus einer anderen Ära. Angehörige wissen oft nicht, ob die Disketten noch Daten enthalten oder wie man sie entsorgt.
Alte Schreibtische und Schränke
In Schubladen und Schrankfächern, die seit dem letzten Computerwechsel nicht mehr geöffnet wurden. Oft zusammen mit Druckerkabeln, Mausmatten und Joysticks.
Hobbyräume und Werkstätten
CNC-Maschinen, Stickmaschinen, Synthesizer und ältere Messgeräte nutzen teilweise bis heute Disketten. Wenn Geräte ausgemustert werden, bleiben die zugehörigen Datenträger zurück.
Was auf alten Disketten gespeichert sein kann
Disketten waren über zwei Jahrzehnte das Standardmedium für Datenspeicherung und -austausch. Entsprechend vielfältig ist, was sich auf ihnen finden lässt:
Persönliche Dokumente wie Briefe, Tagebücher oder Hausarbeiten aus der Schul- und Studienzeit. Fotos und Grafiken aus frühen Bildbearbeitungsprogrammen. Spiele und Software für Heimcomputer wie Commodore 64, Amiga, Atari ST oder frühe IBM-PCs. Buchhaltungsdaten, Adresslisten und Geschäftskorrespondenz. Steuererklärungen, Versicherungsunterlagen und Verträge. Musikprogramme und Sequenzer-Daten. Maschinensteuerungsprogramme für CNC- und Industrieanlagen.
In vielen Fällen sind die Inhalte rein persönlich und haben keinen weiteren Nutzen. In anderen Fällen handelt es sich um historisch oder persönlich wertvolle Daten, die es zu sichern lohnt. Und manchmal steckt auf einer unscheinbaren Diskette eine Software, die in der Retro-Community oder in Archiven gesucht wird.
Warum Disketten nicht einfach in den Hausmüll gehören
Disketten bestehen aus mehreren Materialien: ein Gehäuse aus ABS-Kunststoff, eine Metallfeder und ein Metallschieber (bei 3,5-Zoll-Disketten), sowie eine magnetisch beschichtete Kunststofffolie aus boPET. Im Restmüll werden diese Materialien nicht getrennt – alles landet in der Müllverbrennung.
Dazu kommt: Die Magnetschicht speichert Daten über Jahrzehnte. Wer nicht sicher weiß, was auf den Disketten gespeichert ist, gibt im schlimmsten Fall persönliche Daten ungelöscht in den Müll. Das Durchstechen einzelner Disketten mit einem Nagel – wie manche Ratgeber empfehlen – ist bei größeren Mengen unpraktisch und beschädigt nur einen kleinen Bereich der Magnetscheibe.
Die Gelbe Tonne ist übrigens keine Alternative. Dort gehören ausschließlich Verkaufsverpackungen hinein – Disketten sind keine Verpackungen.
Die einfache Lösung: Einsenden
Alles einpacken
Disketten in einen Karton oder eine Versandtasche legen. Kein Sortieren nötig – auch Mischungen aus 3,5-Zoll, 5,25-Zoll und anderen Formaten sind willkommen. Beschriftete und unbeschriftete, volle und leere Disketten einfach zusammen einsenden.
Daten werden gelöscht
Jede Diskette durchläuft ein mehrstufiges Löschverfahren. Der gesamte Datenbereich wird mehrfach überschrieben. Auf jede gelöschte Diskette wird eine Statusdatei geschrieben.
Zweites Leben oder Materialtrennung
Funktionsfähige Disketten werden aufbereitet und weiterverwendet – in Schulen, Museen, der Retro-Community oder der Industrie. Defekte Exemplare werden nach Materialien getrennt.
Kostenlos
Datenlöschung, Prüfung und Recycling kosten nichts. Der Versand wird vom Absender getragen.
Nicht nur Disketten
Wo Disketten liegen, finden sich oft auch alte Computer, Laufwerke, Tastaturen, Joysticks und Monitore. Auch diese Hardware kann mitgeschickt werden – Informationen dazu gibt es auf der Seite Alte Computer einsenden.
Falls auf den gefundenen Disketten noch wichtige Daten vermutet werden – etwa Familienfotos, persönliche Dokumente oder Erinnerungen – bietet DAS DISKETTENWERK auch einen Digitalisierungsservice an. Daten können ausgelesen und als Download bereitgestellt werden, bevor die Disketten gelöscht und dem Kreislauf zugeführt werden.
Häufige Fragen
Können alte Disketten noch gelesen werden?
Häufig ja. Unter guten Lagerbedingungen bleiben Disketten 20 bis 30 Jahre und länger lesbar. Selbst bei teilweise beschädigten Medien lassen sich oft noch Daten auslesen – mit dem richtigen Equipment.
Ich weiß nicht, was auf den Disketten ist. Soll ich sie trotzdem einsenden?
Ja. Genau dafür ist der Service gedacht. Alle eingesendeten Disketten werden gelöscht und geprüft, unabhängig vom Inhalt.
Gehören Disketten in den Gelben Sack?
Nein. In den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne gehören ausschließlich Verkaufsverpackungen. Disketten bestehen aus einem Materialmix, der dort nicht korrekt entsorgt wird.
Haben alte Disketten noch einen Wert?
Das hängt von Format, Marke und Zustand ab. Originalverpackte Leerdisketten bekannter Hersteller sind bei Sammlern gefragt. Software auf Diskette für Systeme wie Commodore 64, Amiga oder Atari kann ebenfalls gesucht sein. Lose bespielte Disketten ohne besondere Kennzeichnung haben in der Regel keinen Verkaufswert – aber sie haben Wert als Rohstoff im Kreislauf.
Können die Disketten Schimmel haben?
Ja, besonders bei feuchter Lagerung. Das ist kein Problem – einfach trotzdem einsenden. Verschimmelte Disketten können häufig noch gelöscht werden. Falls nicht, werden sie materialgerecht getrennt.
Was kostet die Einsendung?
Datenlöschung und Recycling sind kostenlos. Es fallen nur die Versandkosten an, die vom Absender getragen werden.
Kiste vom Dachboden? Ab in den Karton.
Keine Fahrt zum Wertstoffhof, kein Sortieren, keine Mindestmenge. Paket packen, einsenden – DAS DISKETTENWERK kümmert sich um den Rest.
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