⚠️ Vorübergehender Aufnahmestopp

Aufgrund hoher Auslastung können derzeit keine Einsendungen zur Entsorgung angenommen werden. Auch der Digitalisierungsservice ist derzeit pausiert.

ZIP-Disketten & Iomega Laufwerke entsorgen

Die großen Iomega-Datenträger: Technik, Formate und Hinweise zur fachgerechten Entsorgung.

Die Iomega ZIP-Diskette – auch bekannt als Zip Drive Medium, „das dicke blaue Ding" oder einfach Zip-Disk – war in den 90ern der Standard für größere Datenmengen. Mit 100 MB, 250 MB oder 750 MB Kapazität übertrafen Zip-Medien normale 1,44-MB-Disketten um ein Vielfaches. Doch wohin mit alten Iomega-Wechselmedien? Der Hausmüll ist keine Option – das massive Metallgehäuse macht sie zum Sonderproblem. Hinweis: Das DISKETTENWERK nimmt ZIP-Medien grundsätzlich an. Eine Digitalisierung oder gesondert dokumentierte Datenlöschung ist für dieses Format aktuell nicht zugesichert.

✔ ZIP, Jaz & REV werden angenommen
ℹ Digitalisierung/Löschung für ZIP aktuell nicht zugesichert
✔ 3,5 Zoll & 5,25 Zoll werden angenommen

ZIP-Diskette erkennen: Die Unterschiede zur normalen Floppy

Auf den ersten Blick sehen ZIP-Disketten wie überdimensionierte 3,5-Zoll-Disketten aus – aber technisch sind sie grundverschieden. Diese Unterschiede sind wichtig für die korrekte Entsorgung:

Größe und Gewicht: Eine ZIP-Diskette ist etwa doppelt so dick wie eine normale Diskette und wiegt mit ca. 55 Gramm fast viermal so viel (normale Diskette: ca. 16g). Beim Anfassen merkt man sofort: Hier ist viel mehr Material verbaut.

Das Metallgehäuse innen: Im Inneren der ZIP-Diskette befindet sich ein massives Metallgehäuse, das die Magnetscheibe schützt. Bei normalen Disketten gibt es nur einen dünnen Metallverschluss (Shutter). Dieses Metallgehäuse macht ZIP-Disketten robust – aber auch zum Problem für normale Aktenvernichter.

Das transparente Fenster: An der Rückseite haben ZIP-Disketten ein kleines transparentes Sichtfenster. Dadurch kann man die Magnetscheibe sehen – ein einfaches Erkennungsmerkmal, falls Sie unsicher sind.

Bernoulli-Prinzip statt Floppy: Normale Disketten ("Floppys") haben eine flexible Magnetscheibe, die beim Lesen direkt am Kopf anliegt. ZIP-Disketten nutzen das Bernoulli-Prinzip: Die starre Scheibe schwebt durch Luftstrom über dem Kopf. Technisch sind sie also gar keine "Floppys", auch wenn sie oft so genannt werden.

⚠️ Warnung: Nicht im normalen Schredder!

Das Metallgehäuse im Inneren von ZIP-Disketten kann Aktenvernichter beschädigen. Die Metallfedern und das starre Gehäuse blockieren die Schneidwerke oder verursachen Funkenflug. Manche Schredder gehen dabei kaputt. Wir zerlegen ZIP-Disketten von Hand und trennen Metall, Kunststoff und Magnetmaterial sauber.

ZIP-Laufwerke: Auch mit "Click of Death"

Es gab verschiedene Anschlussvarianten für ZIP-Laufwerke:

Parallel-Port (ZIP 100): Die ersten externen Modelle mit Druckeranschluss – langsam, aber weit verbreitet.
SCSI (ZIP 100/250): Die schnelle Variante für Power-User und Macs.
USB (alle Größen): Die moderneren Modelle mit USB 1.1 oder 2.0.
IDE/ATAPI (intern): Einbaulaufwerke für Desktop-PCs.

Der berüchtigte "Click of Death": Viele ZIP-Laufwerke entwickelten mit der Zeit einen rhythmischen Klick-Laut und konnten keine Disketten mehr lesen. Schlimmer noch: Ein defektes Laufwerk konnte funktionierende Disketten beschädigen und den "Click of Death" quasi übertragen. Diese Laufwerke gehören nicht in den Hausmüll. Sie können sie zusammen mit Ihren ZIP-Disketten einsenden – eine Digitalisierung der Inhalte ist dabei nicht zugesichert.

Warum ZIP-Disketten nicht in den Müll gehören

Datenschutz: ZIP-Disketten wurden oft für Backups, Projektdaten und Archive genutzt. Mit 100-750 MB Kapazität passten ganze Projektordner drauf. Diese Daten können auch nach 20+ Jahren noch lesbar sein.

Materialwert: Das Metallgehäuse, die Kunststoffhülle und die Magnetscheibe sind wertvolle Rohstoffe. Bei der Müllverbrennung gehen sie verloren – beim Recycling werden sie getrennt und wiederverwertet.

Komplexität: ZIP-Disketten sind keine einfachen Kunststoffteile. Die Kombination aus Metall, verschiedenen Kunststoffen und der Magnetscheibe erfordert fachgerechte Trennung. Im gelben Sack oder der Restmülltonne ist das nicht möglich.

Der Ablauf: So einfach geht's

ZIP-Disketten zählen bei uns wie normale Disketten: Senden Sie uns Ihre ZIP-Disketten einfach zu. Annahme und Recycling sind kostenlos; eine Digitalisierung oder gesondert dokumentierte Datenlöschung ist für dieses Format aktuell nicht zugesichert. Sie können ZIP- und normale 3,5-Zoll-Disketten auch mischen – alles zusammen in einen Karton.

1. Sammeln: ZIP-Disketten, Jaz-Disketten, normale Disketten – alles darf zusammen eingesendet werden. Laufwerke einfach dazulegen.
2. Verpacken: ZIP-Disketten sind robust, aber ein stabiler Karton schützt vor Transportschäden. Bei Laufwerken etwas Polstermaterial verwenden.
3. Versenden: Mit unserem Versanddienstleister Ihrer Wahl an uns.

Zum detaillierten Ablauf →

Auch Jaz und REV

Neben ZIP hatte Iomega weitere Produkte. Jaz- und REV-Datenträger können Sie ebenfalls einsenden; Ditto-Bänder sind aktuell kein Annahmeangebot.

Jaz-Disketten (1 GB / 2 GB): Der große Bruder der ZIP-Diskette – noch seltener und noch mehr Metall im Inneren. Annahme möglich, Digitalisierung nicht zugesichert.
REV-Drives (35 GB / 70 GB): Die letzte Generation von Iomega-Wechselplatten. Annahme möglich, Digitalisierung nicht zugesichert.
Ditto-Bänder: Iomegas Bandlaufwerke für Backups. Aktuell kein Annahmeangebot.

Häufige Fragen zu ZIP-Disketten

Kann ich ZIP-Disketten im Hausmüll entsorgen?
Nein. ZIP-Disketten enthalten ein massives Metallgehäuse im Inneren und schwere Kunststoffe. Sie gehören nicht in den Hausmüll und nicht in den gelben Sack. Außerdem können noch lesbare Daten darauf sein.
Nehmt ihr auch ZIP-Laufwerke mit Click of Death an?
Ja, ZIP-Laufwerke können Sie zusammen mit Ihren ZIP-Disketten einsenden – auch defekte mit dem berüchtigten "Click of Death". Eine Digitalisierung der Inhalte ist dabei nicht zugesichert.
Was ist der Unterschied zwischen ZIP und normalen Disketten?
ZIP-Disketten sind keine klassischen "Floppys". Sie nutzen das Bernoulli-Prinzip statt flexibler Magnetscheiben und haben ein massives Metallgehäuse. Sie sind dicker, schwerer (ca. 55g vs. 16g) und speichern 70-500x mehr Daten als eine 1,44 MB Diskette.
Können ZIP-Disketten geschreddert werden?
Normale Aktenvernichter scheitern am Metallgehäuse – das kann den Schredder beschädigen oder Funkenflug verursachen. Wir zerlegen die Disketten von Hand und trennen die Materialien fachgerecht.
Werden die Daten auf ZIP-Disketten gelöscht?
Datenträger werden geprüft und aufbereitet. Eine gesondert dokumentierte Datenlöschung ist für ZIP-Disketten aktuell nicht als Service verfügbar.
Ich habe noch ein altes Iomega Zip Drive – wohin damit?
ZIP-Disketten (Zip 100, Zip 250, Zip 750) sowie Iomega Zip Drives, Jaz Drives und REV Drives können Sie beim DISKETTENWERK einsenden. Ditto-Bandlaufwerke sind aktuell kein Annahmeangebot; dafür empfehlen wir spezialisierte Entsorgungsbetriebe oder Wertstoffhöfe.

3,5-Zoll-, 5,25-Zoll- und ZIP-Disketten nehmen wir kostenlos an.

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