Disketten-Formate Wiki
Von 1971 bis heute: Magnetische Wechseldatenträger begleiteten die Computerentwicklung über drei Jahrzehnte. Hier finden Sie technische Daten, Abmessungen und Erkennungsmerkmale aller relevanten Diskettenformate – von der großen 8-Zoll-Floppy bis zur kompakten ZIP-Disk.
- 8-Zoll-Disketten (1971)
- 5,25-Zoll-Disketten (1976)
- 3,5-Zoll-Disketten (1982)
- ZIP-Disketten (1994)
8-Zoll-Disketten
Eingeführt 1971Die 8-Zoll-Diskette war das erste kommerziell erfolgreiche Wechselspeichermedium der Computergeschichte. Von IBM ursprünglich zum Laden von Microcode entwickelt, setzte sich das Format schnell in Mainframes und frühen Minicomputern durch. Die flexible schwarze Kunststoffhülle ohne Metallverschluss macht diese Disketten empfindlich gegen Knicke und physische Beschädigungen.
Technische Daten
Kapazitätsvarianten
Erkennungsmerkmale
Große quadratische Form (ca. 20 cm Kantenlänge), flexible schwarze Hülle ohne Metallschieber. Hard-Sector-Varianten haben einen Kranz aus Löchern nahe der Mitte, Soft-Sector nur ein Index-Loch.
5,25-Zoll-Disketten
Eingeführt 1976Die 5,25-Zoll-Diskette – umgangssprachlich „Wabbelscheibe" genannt – löste das 8-Zoll-Format im Consumer-Bereich ab. Die kompaktere Größe ermöglichte den Einsatz in Heimcomputern wie dem Apple II, Commodore 64 und frühen IBM PCs. Wie beim Vorgänger ist die Hülle flexibel und die Magnetscheibe durch ein ovales Fenster sichtbar.
Technische Daten
Kapazitätsvarianten
Unterscheidung DD vs. HD
DD-Disketten (360 KB) haben meist einen Verstärkungsring am zentralen Mittelloch. HD-Disketten (1,2 MB) haben diesen Ring oft nicht und sind häufig mit „HD" oder „High Density" beschriftet. Der Magnetbelag von HD ist feiner und kann mehr Daten speichern.
3,5-Zoll-Disketten
Eingeführt 1982Die 3,5-Zoll-Diskette revolutionierte die Handhabung: Ein stabiles Hartplastik-Gehäuse schützt die Magnetscheibe, ein federbelasteter Metallschieber verschließt das Lesefenster automatisch. Das Format wurde zum weltweit meistgenutzten Wechselmedium und hielt sich bis in die 2000er Jahre.
Technische Daten
Kapazitätsvarianten
Unterscheidung anhand der Löcher
DD-Disketten (720 KB): Nur ein Loch (Schreibschutz mit Schieber) auf der Unterseite.
HD-Disketten (1,44 MB): Zwei Löcher – Schreibschutz plus offene Kennungskerbe gegenüber. Oft mit „HD"-Logo.
ED-Disketten (2,88 MB): Zwei Löcher wie HD, aber Aufdruck „ED" oder „2.88M".
ZIP-Disketten
Eingeführt 1994ZIP-Disketten von Iomega waren die Antwort auf steigende Dateigrößen in den 1990er Jahren. Mit zunächst 100 MB Kapazität boten sie das 70-fache einer HD-Diskette. Das dickere Hartplastik-Gehäuse und die spezielle Magnetschicht machen ZIP-Medien deutlich schwerer als normale Disketten. ZIP-Laufwerke waren besonders in der Grafik- und Musikbranche verbreitet.
Technische Daten
Kapazitätsvarianten
Erkennungsmerkmale
Deutlich dicker und schwerer als 3,5-Zoll-Disketten. Markantes „iomega ZIP"-Logo auf der Vorderseite. Die Kapazität (100/250/750) ist auf dem Gehäuse aufgedruckt. ZIP-Disketten passen nicht in normale 3,5-Zoll-Laufwerke.
Alle Formate im Vergleich
| Format | Maße (mm) | Gewicht | Max. Kapazität | Hülle | Status |
|---|---|---|---|---|---|
| 8 Zoll | 203 × 203 | ca. 45 g | 1,2 MB | Flexibel | Obsolet |
| 5,25 Zoll | 133 × 133 | ca. 18 g | 1,2 MB | Flexibel | Obsolet |
| 3,5 Zoll | 90 × 94 | ca. 22 g | 2,88 MB | Hartplastik | Obsolet |
| ZIP | 98 × 99 | ca. 100 g | 750 MB | Hartplastik (dick) | Obsolet |
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