Disketten digitalisieren lassen

Erst retten, dann recyceln – sichern Sie Ihre Erinnerungen, bevor es zu spät ist.

Auf Ihren alten Disketten schlummern vielleicht noch Familienfotos, Schularbeiten, erste Programmierprojekte oder wichtige Dokumente. Bevor Sie die Disketten entsorgen, sollten Sie prüfen lassen, ob die Daten noch lesbar sind. Wir übertragen sie auf USB-Stick, scannen auf alte Viren und stellen sie zum Download bereit.

Datenrettung auch bei Lesefehlern
Virenscan vor Übertragung
USB-Stick oder Cloud-Download

Was könnte noch auf Ihren Disketten sein?

Viele Menschen sind überrascht, was sie auf ihren alten Disketten wiederfinden. Typische Fundstücke:

Familienfotos aus den 90ern: Eingescannte Bilder von Feiern, Urlauben und Familienereignissen – oft die einzige digitale Kopie.
Schularbeiten und Referate: Erste Texte in Word oder Works, manchmal mit nostalgischem Wert.
Erste Programmierprojekte: BASIC-Programme, erste HTML-Seiten, selbstgeschriebene Tools.
Korrespondenz: Briefe, E-Mail-Backups (ja, die gab's auf Diskette!), Bewerbungen.
Spiele-Spielstände: Savegames von DOS-Spielen – für Retro-Gamer Gold wert.
Musik-Projekte: MIDI-Files, Tracker-Module (.MOD, .XM, .S3M) aus der Demoszene.
Geschäftsdaten: Alte Buchhaltung, Kundenlisten, Angebote – manchmal steuerrechtlich relevant.

🦠 Virenscan inklusive

Disketten aus den 90ern können noch Viren aus dieser Zeit enthalten – Bootsektorviren, Makroviren oder DOS-Viren. Wir scannen alle Disketten vor der Übertragung. Die gute Nachricht: Die meisten alten Viren funktionieren unter modernen Windows-Versionen nicht mehr. Trotzdem gehen wir auf Nummer sicher.

Dateikopie vs. Disk-Image: Was brauchen Sie?

Je nach Verwendungszweck bieten wir zwei Arten der Digitalisierung:

Dateikopie (Standard): Wir kopieren alle Dateien und Ordner von der Diskette auf den USB-Stick. Sie erhalten die Daten so, wie sie auf der Diskette gespeichert waren – als normale Dateien, die Sie direkt öffnen können. Ideal für Dokumente, Bilder und die meisten Anwendungsfälle.

Disk-Image (.IMG): Eine 1:1-Kopie der gesamten Diskette als Datei. Das Image enthält nicht nur die Dateien, sondern auch den Bootsektor und die Verzeichnisstruktur. Ideal für:

• Emulatoren (DOSBox, WinUAE, etc.) – zum Abspielen alter Software
• Bootfähige Disketten – z.B. alte DOS-Startdisketten
• Archivierung – wenn Sie die Diskette "originalgetreu" erhalten wollen
• Retro-Computing – zum Zurückschreiben auf neue Disketten

Wenn Sie unsicher sind, welche Variante Sie brauchen, nehmen wir standardmäßig die Dateikopie. Sagen Sie einfach Bescheid, falls Sie ein Image wünschen.

Welche Dateiformate können wir lesen?

Alte Dateien haben oft Formate, die moderne Programme nicht mehr öffnen. Wir können die meisten zumindest auslesen und ggf. konvertieren:

Textverarbeitung: .DOC (Word 2-6), .WPS/.WKS (Works), .WPD (WordPerfect), .SAM (Ami Pro), .RTF
Tabellen: .WK1/.WK3 (Lotus 1-2-3), .WKS (Works), .XLS (alte Excel-Versionen)
Bilder: .BMP, .PCX, .TIF, .GIF, .TGA – oft in geringer Auflösung, aber die Erinnerung zählt
Datenbanken: .DBF (dBase), .MDB (alte Access-Versionen)
Archive: .ZIP, .ARJ, .LZH, .ARC – wir entpacken vor der Übertragung
Sonstiges: .TXT, .BAT, .BAS, .PAS – Textdateien und Quellcode

Tipp: Auch wenn Sie nicht wissen, was für Dateien auf Ihren Disketten sind – senden Sie sie uns. Wir analysieren den Inhalt und können oft sagen, um was es sich handelt.

So funktioniert die Digitalisierung

1. Einsendung: Sie senden uns Ihre Disketten zu. Beschriften Sie diese nach Möglichkeit oder legen Sie eine Liste bei, damit wir die Dateien zuordnen können.

2. Analyse: Wir prüfen jede Diskette auf Lesbarkeit. Bei Lesefehlern versuchen wir mit speziellen Tools (mehrfaches Lesen, Sektor-Recovery), die Daten dennoch zu retten.

3. Virenscan: Alle Dateien werden vor der Übertragung auf Viren aus den 90ern gescannt. Befallene Dateien werden markiert und separat gespeichert.

4. Übertragung: Die geretteten Daten werden auf einen USB-Stick kopiert oder zum sicheren Download bereitgestellt – ganz nach Ihrem Wunsch.

5. Entsorgung (optional): Nach erfolgreicher Digitalisierung können wir die Disketten direkt fachgerecht entsorgen. Sie erhalten Ihre Daten, wir kümmern uns um den Rest.

Welche Disketten-Formate können wir lesen?

3,5-Zoll-Disketten:
• DOS/Windows (720 KB DD, 1,44 MB HD) – der Standard
• Mac HFS – Apple Macintosh-Format
• Amiga OFS/FFS – für Amiga-Fans
• Atari ST – TOS-Format
• Diverse andere Formate auf Anfrage

ZIP-Disketten: 100 MB und 250 MB Iomega-Medien.
5,25-Zoll-Disketten: Auf Anfrage (C64, Apple II, frühe PCs).
Spezialformate: Manche Geräte (Sampler, CNC-Maschinen) nutzen eigene Formate – fragen Sie uns.

Auch wenn Sie nicht wissen, welches Format Ihre Disketten haben – senden Sie sie uns. Wir finden heraus, was darauf ist.

Was kostet die Digitalisierung?

Die Kosten hängen von der Anzahl der Disketten und dem Aufwand ab:

• Standard-DOS-Disketten mit lesbaren Daten: günstig
• Disketten mit Lesefehlern (Recovery nötig): aufwändiger
• Exotische Formate (Amiga, Atari, spezielle Geräte): je nach Aufwand

Kontaktieren Sie uns mit einer ungefähren Mengenangabe und wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot. Die Analyse, ob Daten lesbar sind, ist bei kleineren Mengen oft kostenlos.

Jetzt Angebot anfordern →

Häufige Fragen zur Digitalisierung

Können alte Viren auf meinem neuen PC Schaden anrichten?
In den meisten Fällen nicht. DOS-Viren aus den 90ern funktionieren unter Windows 10/11 nicht mehr – sie sind für ein anderes Betriebssystem geschrieben. Trotzdem scannen wir alle Disketten vor der Übertragung, um auf Nummer sicher zu gehen. Befallene Dateien werden markiert.
Was ist der Unterschied zwischen Dateikopie und Image?
Bei einer Dateikopie erhalten Sie nur die einzelnen Dateien und Ordner. Ein Image (.IMG) ist eine 1:1-Kopie der gesamten Diskette inklusive Bootsektor. Images brauchen Sie für Emulatoren oder wenn Sie die Diskette später auf ein neues Medium zurückschreiben wollen.
Welche alten Dateiformate könnt ihr öffnen?
Wir können die meisten Formate zumindest lesen: .DOC (altes Word), .WKS/.WK1 (Works/Lotus), .PCX/.BMP (alte Bilder), .WPD (WordPerfect), .DBF (dBase) und viele mehr. Bei unbekannten Formaten versuchen wir, das Format zu identifizieren.
Was passiert, wenn eine Diskette nicht lesbar ist?
Wir versuchen mit speziellen Tools (mehrfaches Lesen, Sektor-für-Sektor-Recovery), die Daten dennoch zu retten. Bei physischen Schäden an der Magnetschicht ist eine Rettung leider nicht immer möglich. Sie zahlen nur für erfolgreich gelesene Disketten.
Wie lange dauert die Digitalisierung?
Bei kleineren Mengen (bis 20 Disketten) in der Regel 1-2 Wochen nach Eingang. Bei größeren Beständen oder schwierigen Formaten kann es länger dauern.
DIGITALISIERUNG ANFRAGEN